Große Gefühle – 200 Jahre Louise von Francois und 150 Jahre Hedwig Courths-Mahler

24.6.2017-27.8.2017

Die beiden Weißenfelser Schriftstellerinnen Louise von Francois und Hedwig Courths-Mahler porträtiert zum Jubiläumsjahr diese Kabinettsausstellung.

Louise von Francois war eine Zeitgenossin Fontanes, Kellers und Storms. Sie gehört zu den wenigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, die zu Lebzeiten sowohl beim Publikum als auch bei kunstkritischen Schriftstellerkollegen gleichermaßen lobende Anerkennung gefunden hat. Geboren in Herzberg 1817, verbrachte sie die meiste Zeit ihres Lebens in Weißenfels. Anlässlich ihres 200. Geburtstages 2017, wird des Lebens und Werkes dieser Schriftstellerin gedacht. Das Museum verfügt über den Großteil ihres literarischen Nachlasses. Vor geraumer Zeit konnten sogar einige  Möbelstücke aus Louises Besitz für das Museum angekauft werden.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein weiteres Jubiläum, den 150. Geburtstag von Hedwig Courths-Mahler. Sie hatte in Weißenfels ihre Kindheit verbracht und in unserer Sammlung befindet sich ein Briefwechsel zwischen dem Museum und der Courths-Mahler. Trotz vieler Anfeindungen ist sie die meistverlegte deutsche Schriftstellerin. Diese Ausstellung zeigt auch einige dem Museum zugedachte Bücher der Hedwig Courths-Mahler.

Bild: Hedwig Courths-Mahler, Stadtarchiv Weißenfels

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Dynastiegewitter – August der Starke versus Herzog Christian

30.9.2017 bis 21.1.2018

Weithin bekannt ist Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen wegen seiner Frauengeschichten, seiner Schlösser, seines Prunks. Weniger bekannt ist sein Umgang mit Religion und Konfession. 1697 war der Repräsentant des wichtigsten und traditionsreichsten protestantischen Fürstenhauses plötzlich Katholik geworden!

Der Glaubenswechsel brachte dem Kurfürsten die polnische Königskrone ein. Doch war das auch ein Wagnis. Selbst für Teile der Kurfürstenfamilie war die Konversion unannehmbar. Der Weißenfelser Hof entwickelte sich indes zur „protestantischen Zentrale“ des Kurhauses Sachsen. Herzog Christian bestieg dort 1712 den Thron und Pflege wie Ausbreitung des evangelischen Glaubens waren ihm höchstes Credo. Zwischen August dem Starken und seinem Weißenfelser Vetter entwickelte sich nun ein verbissen geführter Streit.

Erstmals thematisiert die Ausstellung „Dynastiegewitter“ dieses faszinierende Stück sächsischer Glaubensgeschichte. In vier Räumen lernen Sie die Akteure und ihr Handeln näher kennen. Erstmals wird auch das fürstliche Kirchengemach für Besucher geöffnet. Ab 1682 nahmen an dieser Stelle alle Weißenfelser Herzöge und Herzoginnen an den Gottesdiensten teil. Von hier haben die Besucherinnen und Besucher den Blick auf die atemberaubende Kirche.

In der Ausstellung sind zahlreiche Objekte zu sehen, die bisher noch nie öffentlich ausgestellt wurden. Dazu gehören Objekte aus dem Privatbesitz Christians, die nach seinem Tod 1746 an den Dresdner Hof fielen sowie Gegenstände aus von ihm gestifteten Kirchenschätzen.

Mehr Informationen unter: http://glaube-orte-zeugnisse.de/weissenfels.html

Bild: Herzog Christian mit Hund Herkules, Bild: Museum Weißenfels

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Helden im Wilden Osten – Ostdeutschland in den 1990er Jahren

7.10.2017-11.2.2018

Die Friedliche Revolution stürzte die Regierung in der DDR und trug zur Deutschen Einheit 1990 bei. Doch was kam eigentlich danach? Wie hat sich das Leben für Millionen von Menschen in Ostdeutschland verändert? Gab es wirklich einen Wilden Osten? Brauchte es Heldinnen und Helden um den neuen Alltag zu bestreiten? Und wie haben die Menschen diese turbulente Zeit erlebt?

Webseite zur Ausstellung: Helden im Wilden Osten
Facebook: https://www.facebook.com/heldenimwildenosten/

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Heimat im Krieg 1914/18 – Spurensuche in Sachsen-Anhalt

28.10.2017 bis 04.02.2018

Im August 1914 stehen sich die europäischen Mächte bis an die Zähne bewaffnet gegenüber. In allen Nationen sind Millionen Menschen bereit, ihren politischen und militärischen Führern zu folgen. Kaum jemand ahnt, dass mit diesem Krieg das Ende des alten Europa begonnen hat. In der Fülle der Forschungen zum Ersten Weltkrieg, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ existieren nur wenige Arbeiten zu lokalen und regionalen Auswirkungen jenes europäischen Ereignisses. Eine Ausstellung, die neben Text und Bild zahlreiche Exponate aus 20 Museen zeigt, wird in 19 Museen und Einrichtungen Sachsen-Anhalts wandern. Sie soll das Interesse an den damaligen Ereignissen in der Heimat wecken und den Blick auf die Alltagsgeschichte des Krieges, auf die Erlebnisse der kleinen Leute zu Hause schärfen. Vielfältige Veranstaltungen werden diese Ausstellung fünf Jahre lang vor Ort begleiten und einzelne Themen vertiefen.

Bild: Mobilmachung 1914 vor dem Gasthof „Zum Schützen“ in Weißenfels, Museum Weißenfels

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