Dynastiegewitter – August der Starke versus Herzog Christian

30.9.2017 bis 21.1.2018

Weithin bekannt ist Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen wegen seiner Frauengeschichten, seiner Schlösser, seines Prunks. Weniger bekannt ist sein Umgang mit Religion und Konfession. 1697 war der Repräsentant des wichtigsten und traditionsreichsten protestantischen Fürstenhauses plötzlich Katholik geworden!

Der Glaubenswechsel brachte dem Kurfürsten die polnische Königskrone ein. Doch war das auch ein Wagnis. Selbst für Teile der Kurfürstenfamilie war die Konversion unannehmbar. Der Weißenfelser Hof entwickelte sich indes zur „protestantischen Zentrale“ des Kurhauses Sachsen. Herzog Christian bestieg dort 1712 den Thron und Pflege wie Ausbreitung des evangelischen Glaubens waren ihm höchstes Credo. Zwischen August dem Starken und seinem Weißenfelser Vetter entwickelte sich nun ein verbissen geführter Streit.

Erstmals thematisiert die Ausstellung „Dynastiegewitter“ dieses faszinierende Stück sächsischer Glaubensgeschichte. In vier Räumen lernen Sie die Akteure und ihr Handeln näher kennen. Erstmals wird auch das fürstliche Kirchengemach für Besucher geöffnet. Ab 1682 nahmen an dieser Stelle alle Weißenfelser Herzöge und Herzoginnen an den Gottesdiensten teil. Von hier haben die Besucherinnen und Besucher den Blick auf die atemberaubende Kirche.

In der Ausstellung sind zahlreiche Objekte zu sehen, die bisher noch nie öffentlich ausgestellt wurden. Dazu gehören Objekte aus dem Privatbesitz Christians, die nach seinem Tod 1746 an den Dresdner Hof fielen sowie Gegenstände aus von ihm gestifteten Kirchenschätzen.

Mehr Informationen unter: http://glaube-orte-zeugnisse.de/weissenfels.html

Bild: Herzog Christian mit Hund Herkules, Bild: Museum Weißenfels

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Heimat im Krieg 1914/18 – Spurensuche in Sachsen-Anhalt

28.10.2017 bis 04.02.2018

Im August 1914 stehen sich die europäischen Mächte bis an die Zähne bewaffnet gegenüber. In allen Nationen sind Millionen Menschen bereit, ihren politischen und militärischen Führern zu folgen. Kaum jemand ahnt, dass mit diesem Krieg das Ende des alten Europa begonnen hat. In der Fülle der Forschungen zum Ersten Weltkrieg, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ existieren nur wenige Arbeiten zu lokalen und regionalen Auswirkungen jenes europäischen Ereignisses. Eine Ausstellung, die neben Text und Bild zahlreiche Exponate aus 20 Museen zeigt, wird in 19 Museen und Einrichtungen Sachsen-Anhalts wandern. Sie soll das Interesse an den damaligen Ereignissen in der Heimat wecken und den Blick auf die Alltagsgeschichte des Krieges, auf die Erlebnisse der kleinen Leute zu Hause schärfen. Vielfältige Veranstaltungen werden diese Ausstellung fünf Jahre lang vor Ort begleiten und einzelne Themen vertiefen.

Bild: Mobilmachung 1914 vor dem Gasthof „Zum Schützen“ in Weißenfels, Museum Weißenfels

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