Geleitshaus

Das Weißenfelser Geleitshaus wurde 1S52 als Wohnhaus erbaut und später zum kurfürstlichen Geleitsamt bestimmt. Im Erkerzimmer des Geleitshauses wurde der Leichnam des schwedischen Königs Gustav II. Adolf obduziert, nachdem er im November 1632 in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet worden war.

Ab 1992 wurde das Haus nach einer wechselhaften Nutzungsgeschichte grundlegend saniert und im November 1997 seiner neuen, zum Teil musealen Nutzung übergeben. Ausgehend von der lokalen Situation im 16. Jahrhundert werden die Ereignisse beleuchtet, die zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und seiner Dimension als Religionskrieg führten. Veranschaulicht werden die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges, insbesondere auch auf die Stadt Weißenfels. Ebenso wenig fehlt eine Bewertung des Schwedenkönigs durch die Nachwelt.

Illustriert werden die historischen Zusammenhänge, der Kriegs- verlauf und die Auswirkungen auf die Menschen durch zeitgenössische Stadtansichten, Flugblätter, Münzen und Medaillen, Grafiken und Schlachtenszenen. Hieb-, Stich- und Schusswaffen sowie Rüstungsteile vermitteln ein Bild des zeitgenössischen Kriegswesens sowie des Lagerlebens und lassen die Kriegsgräuel erahnen. Ein Diorama mit über 10.000 Zinnsoldaten stellt die schwedischen und kaiserlichen Truppen in der Schlacht bei Lützen nach.